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Algebra Hausaufgaben
Lineare Funktion aus einer Wertetabelle zeichnen
Prüfe die Steigung, trage Punkte ein und kontrolliere, ob Wertetabelle, Gerade und Funktionsterm zusammenpassen.

Auf dem Arbeitsblatt stehen zu den x-Werten −2, 0 und 2 die y-Werte −3, 1 und 5. Du sollst einen Graphen zeichnen und den Funktionsterm angeben. Die Zahlen sind klein, doch schon ein vertauschtes Wertepaar oder eine ungleichmäßige Skalierung führt zu einer überzeugend aussehenden falschen Geraden. Deshalb beginnt die Lösung nicht mit dem Lineal, sondern mit der Frage, ob die Änderungen in der Tabelle überhaupt eine konstante Steigung zeigen.
Hier gehst du vom Wertepaar über das Koordinatensystem zum Funktionsterm und prüfst jede Darstellung an den anderen. Wenn deine Schule KI-Hilfe erlaubt, kann Lirno anschließend einen vollständigen Scan erklären oder deinen Versuch kontrollieren. Die Rechnung bleibt deine eigene: Auch eine gut formulierte App-Antwort kann ein Vorzeichen übersehen. Alle Schritte funktionieren ebenso mit Papier, Stift und Unterrichtsnotizen.
1. Jede Tabellenspalte als Wertepaar lesen
Eine Wertetabelle ordnet einem Eingabewert x einen Ausgabewert y zu. Bei unserem Beispiel erhältst du die Punkte (−2|−3), (0|1) und (2|5). Die erste Zahl beschreibt immer die waagerechte Position, die zweite die senkrechte. Lies die Überschriften sorgfältig: Manche Arbeitsblätter stellen die Werte in Zeilen, andere in Spalten dar. Wer beim Abschreiben x und y vertauscht, zeichnet einen anderen Zusammenhang, obwohl die Punkte auf dem Papier ordentlich aussehen.
Schreibe die Wertepaare zunächst neben das Koordinatensystem. Markiere dabei die Vorzeichen deutlich und behalte Einheiten bei, falls x etwa Minuten und y Meter bedeutet. Der Punkt (0|1) liegt auf der y-Achse; er ist kein Hinweis darauf, dass die gesamte Tabelle bei null beginnt. Eine leere Tabellenzelle bedeutet ebenfalls nicht automatisch null. Sie kann die Größe sein, die du erst mithilfe des Funktionsterms bestimmen sollst.
Prüfe beim Übertragen, ob zwei verschiedene y-Werte demselben x zugeordnet wären. Das wäre für eine Funktion an dieser Stelle unmöglich und kann auf einen Lesefehler oder eine andere Aufgabenart hinweisen. Die Formulierung im Arbeitsauftrag entscheidet zudem, ob nur ein Graph oder auch ein Term verlangt wird. Notiere beides getrennt, damit du keinen Teil vergisst.
2. Konstante Änderung statt bloßer Zahlenfolge prüfen
Von x = −2 bis x = 0 steigt x um 2; von 0 bis 2 noch einmal um 2. Die zugehörigen y-Werte steigen jeweils um 4. Das Verhältnis von y-Änderung zu x-Änderung ist deshalb in beiden Abschnitten 4 geteilt durch 2, also 2. Eine konstante Änderungsrate ist das Kennzeichen der linearen Funktion. Ihr Graph ist eine Gerade und nicht eine Kurve, die nur zufällig durch zwei Punkte verläuft.
Vergleiche nicht allein die Differenzen in der y-Zeile, wenn die Abstände der x-Werte verschieden sind. Bei x = 0, 2, 5 und y = 1, 5, 11 erhältst du die Verhältnisse 4/2 und 6/3. Beide ergeben 2, obwohl 4 und 6 nicht gleich sind. Das richtige Vergleichsmaß ist immer die Steigung pro einer x-Einheit. Ein kleiner Zwischenschritt in der Tabelle und ein großer können dennoch dieselbe Gerade beschreiben.
Wenn die Verhältnisse voneinander abweichen, rechne und übertrage zunächst erneut. Vielleicht ist ein Minuszeichen verloren gegangen oder ein Eintrag wurde verschoben. Bei exakten Schulaufgaben solltest du keine Gerade erzwingen, wenn die Daten nicht linear sind. Bei echten Messwerten können Rundung und Messfehler eine ungefähre Gerade zulassen; dann muss die Aufgabe aber nach einem Modell oder einer Ausgleichsgeraden fragen.
Sieh bei Serlo nach, wie Steigung, Term und Gerade zusammenhängen
3. Ein passendes Koordinatensystem vorbereiten
Suche vor dem Zeichnen die kleinsten und größten x- und y-Werte. Unser Beispiel braucht Platz von −2 bis 2 auf der waagerechten und von −3 bis 5 auf der senkrechten Achse. Zeichne die Achsen rechtwinklig, lege den Nullpunkt fest und wähle pro Achse eine gleichmäßige Einteilung. Auf der x- und y-Achse darf ein Kästchen unterschiedliche Werte bedeuten; innerhalb einer Achse muss derselbe Abstand aber immer denselben Zahlenabstand darstellen.
Beschrifte einige Teilstriche, besonders Null und die negativen Bereiche. Negative x-Werte liegen links der y-Achse, negative y-Werte unter der x-Achse. Für größere Zahlen kannst du zwei oder fünf Einheiten pro Kästchen nehmen. Schreibe die Skala dann sichtbar dazu. Ein enger Ausschnitt ist kein Grund, einen Punkt nach Gefühl zwischen unterschiedlich breite Abschnitte zu setzen.
Bei Sachaufgaben gehören Einheiten an die Achsen. Geht es um Zeit und Kosten, heißt die waagerechte Achse vielleicht Stunden und die senkrechte Euro. Ein abgeschnittener Achsenbereich kann eine Änderung optisch übertreiben; wenn du ihn verwendest, muss das erkennbar sein. Das fertige Bild soll jemandem ermöglichen, die Tabelle ohne Raten mit dem Graphen zu vergleichen.

4. Zwei Punkte eintragen und den dritten als Probe nutzen
Trage (0|1) ein: Du bleibst waagerecht am Nullpunkt und gehst eine Einheit nach oben. Für (2|5) gehst du zwei Einheiten nach rechts und fünf nach oben. Bei (−2|−3) gehst du nach links und nach unten. Setze kleine, genaue Kreuze oder Punkte. Wenn du die Bewegung in x- und y-Richtung nacheinander aussprichst, vertauschst du die Vorzeichen seltener.
Durch zwei verschiedene Punkte verläuft genau eine Gerade. Zeichne sie mit dem Lineal zunächst durch (0|1) und (2|5). Danach kontrollierst du, ob (−2|−3) ebenfalls darauf liegt. Dieser dritte Punkt ist eine eigenständige Probe. Weicht er ab, überprüfe erst das Wertepaar, die Skalierung und die Lage des Punktes. Verbinde nicht alle Punkte mit einem Knick, um einen Fehler unauffällig zu überdecken.
Bei einer gegebenen linearen Funktion müssen alle exakten Tabellenwerte auf der Geraden liegen. Bei Messdaten kann eine Ausgleichsgerade durch eine Punktwolke gefragt sein; das ist ein anderes Verfahren. Achte auf Wörter wie „Graph der Funktion“ gegenüber „Trend schätzen“. Ein sauberer Strich ersetzt nicht die Prüfung, ob die dargestellten Zahlen tatsächlich zur Aufgabe gehören.
5. Die Steigung aus zwei Wertepaaren berechnen
Für die Punkte (0|1) und (2|5) gilt: Änderung von y = 5 − 1 = 4; Änderung von x = 2 − 0 = 2. Die Steigung ist 4/2 = 2. Die Gerade steigt also für eine zusätzliche x-Einheit um zwei y-Einheiten. Rechne die Steigung mit einem anderen Punktepaar erneut aus. Dasselbe Ergebnis stützt deine Übertragung der Tabelle und die spätere Zeichnung.
Behalte bei beiden Differenzen dieselbe Reihenfolge bei. Wenn du beim y-Wert zweiter minus erster Punkt rechnest, tust du das beim x-Wert genauso. Werden beide Reihenfolgen vertauscht, bleiben die Quotienten gleich; nur ein vertauschtes Vorzeichen ergibt eine falsche Richtung. Bei fallenden Geraden ist die Steigung negativ. Bei einer waagerechten Geraden ist sie null. Zwei Punkte mit identischem x liefern keinen geeigneten Nenner zur Steigungsberechnung.
In einem Kontext hat die Steigung eine Bedeutung mit Einheiten. Wenn x Stunden und y Kilometer beschreibt, steht eine Steigung von 2 für zwei Kilometer je Stunde. Diese Interpretation kann einen Rechenfehler aufdecken: Ein extrem großer oder negativer Wert passt möglicherweise nicht zur beschriebenen Situation. Die Formel ist nützlich, aber die Plausibilitätsprüfung gehört zur Lösung dazu.

6. Den y-Achsenabschnitt bestimmen und einen Term aufstellen
Die Form y = mx + b enthält die Steigung m und den y-Achsenabschnitt b. Der Achsenabschnitt ist der Funktionswert bei x = 0. In unserer Tabelle steht (0|1), also b = 1. Zusammen mit m = 2 ergibt sich y = 2x + 1. Setze x = −2 ein: 2 mal −2 plus 1 ergibt −3. Für x = 2 erhältst du 5. Damit stimmen beide weiteren Tabellenwerte mit dem Term überein.
Falls x = 0 nicht vorkommt, nimm einen bekannten Punkt. Eine Gerade mit Steigung 2 durch (3|7) erfüllt 7 = 2 mal 3 + b. Somit ist b = 1. Der erste y-Wert der Tabelle ist nur dann der Achsenabschnitt, wenn sein x-Wert null ist. Diese Verwechslung tritt besonders dann auf, wenn die Tabelle bei x = 1 oder x = −3 beginnt.
Manche Lehrbücher schreiben f(x) statt y oder verwenden für den konstanten Term einen anderen Buchstaben. Wichtig ist die Funktion der Bestandteile: m steuert die Richtung und Steilheit, b die Stelle, an der die Gerade die y-Achse trifft. Kontrolliere den abgelesenen Schnittpunkt mit einer Einsetzung, denn ein dick gezeichneter Strich kann die genaue Zahl verdecken.
7. Für Lirno das vollständige Arbeitsblatt aufnehmen
Wenn du für diese Aufgabe Lirno einsetzen darfst, fotografiere die gesamte relevante Aufgabe: Tabelle, Koordinatensystem und Arbeitsauftrag. Ein Ausschnitt mit nur einer Zahl verrät nicht, ob du den Graphen, die Gleichung oder beides liefern sollst. Lege das Papier flach, vermeide Spiegelungen und prüfe, ob Minuszeichen sowie Achsenbeschriftungen lesbar sind. Bei mehreren Aufgaben nenne die Nummer, um die es geht.
Kontrolliere vor jeder Frage, was die App aus dem Bild erkannt hat. Ein falsch gelesenes −2 oder −3 verändert die Steigung oder die Lage eines Punktes. Eine gedrehte Tabelle kann Zeilen und Spalten vertauschen. Schreibe die Werte gegebenenfalls selbst noch einmal als geordnete Paare auf. Erst danach ist ein Hinweis, eine Erklärung oder eine Kontrolle sinnvoll. Der Scan liefert Kontext, aber keinen mathematischen Beweis.
Lirno lässt sich kostenlos herunterladen und starten; manche KI-Nutzungsstufen oder erweiterten Funktionen können Premium erfordern. Die Zugangsart sollte dich nicht dazu verleiten, eine ganze Lösung ungeprüft zu übernehmen. Bitte lieber um einen Hinweis zu der Stelle, an der du hängst, und setze die Arbeit dann selbst fort. Beachte die Regeln deiner Schule für KI-Hilfe und eingereichte Aufgaben.

8. Einen Hinweis nutzen und den Graphen selbst zeichnen
Eine gezielte Frage könnte lauten: „Meine Punkte sind (−2|−3), (0|1) und (2|5). Wie erkenne ich, ob die Steigung gleich bleibt?“ Damit bittest du um ein Verfahren statt um eine fertige Zeichnung. Wenn du m = 2 bereits gefunden hast, frage nach der Bedeutung von x = 0. Sobald du den nächsten Schritt verstanden hast, lege die Erklärung beiseite und arbeite auf deinem Blatt weiter.
Wähle die Skala, trage die Punkte ein, zeichne die Gerade und schreibe den Term zunächst ohne App-Vergleich. Wenn Lirno ein anderes Ergebnis nennt, suche die erste Abweichung. Wurde ein Wertepaar verdreht, ein Minuszeichen ausgelassen oder der Nullpunkt anders gelesen? Die Ursache zu erkennen hilft dir bei der nächsten Aufgabe mehr als ein bloßer Austausch des Endergebnisses.
KI kann Handschrift falsch erfassen und bei mathematischen Schlussfolgerungen irren. Sie garantiert weder richtige Ergebnisse noch Noten und erteilt keine Erlaubnis zur Nutzung im Unterricht. Falls KI für die Aufgabe nicht zugelassen ist, nutze Unterrichtsbeispiele, Lehrbuch und die manuelle Kontrolle dieses Ratgebers. Ist sie erlaubt, halte deinen eigenen Rechenweg trotzdem nachvollziehbar fest.
9. Tabelle, Term und Gerade gegeneinander kontrollieren
Setze jeden ursprünglichen x-Wert in y = 2x + 1 ein und vergleiche das Ergebnis mit der Tabelle. Sieh dann nach, ob die eingezeichneten Punkte auf der Geraden liegen. Alle drei Darstellungen müssen dieselbe Beziehung ausdrücken. Eine optisch plausible Gerade, die (2|5) verfehlt, besteht diese Prüfung nicht. Umgekehrt hilft ein korrekter Term wenig, wenn die Achsen auf dem Bild anders skaliert sind.
Bei einer Sachaufgabe deute m und b. Ein fester Startpreis von einem Euro und zwei Euro pro Stunde könnten y = 2x + 1 ergeben. Negative Stunden sind in diesem Modell aber nicht sinnvoll. Die mathematische Gerade lässt sich unendlich verlängern; für den Sachverhalt gilt vielleicht nur ein bestimmter Bereich. Zeichne oder beschreibe die sinnvolle Definitionsmenge, wenn sie für die Aufgabe wichtig ist.
Nutze zur Probe einen Wert aus der ursprünglichen Tabelle, nicht einen neuen Punkt, den du aus deinem möglicherweise falschen Term selbst erzeugt hast. Sonst bestätigst du nur die eigene Annahme. Bei einem Widerspruch prüfst du der Reihe nach Abschrift, Differenzen, Achsenabschnitt und Maßstab. Eine Abweichung darf nicht mit einem breiten Strich oder unbegründetem Runden versteckt werden.
10. Aus dem Fehler eine kurze neue Übung machen
Schreibe nach der Korrektur den Auslöser auf: „Ich habe x und y vertauscht“, „Die Skala war ungleichmäßig“ oder „Ich hielt den ersten Tabellenwert für den Achsenabschnitt“. Erstelle dann eine neue Tabelle mit ähnlicher Struktur und anderen Zahlen. Probiere (−1|4), (0|2) und (1|0). Hier sinkt y pro zusätzlicher x-Einheit um 2; die Gerade fällt und schneidet die y-Achse bei 2.
Verdecke das Ergebnis und führe den Ablauf erneut durch: Wertepaare, Änderungsquotient, Achsen, zwei Punkte, dritter Kontrollpunkt, Steigung, Achsenabschnitt und Einsetzung. Ein eigener Abrufversuch zeigt besser als erneutes Lesen, ob du die Methode beherrschst. Wenn du Lirno nutzt, lass dir danach eine weitere Aufgabe oder eine Kontrolle geben; prüfe auch die neu erzeugten Zahlen auf innere Stimmigkeit.
